Die Zukunft Ihrer Haut bestimmen Sie Jetzt!

Ob wir vorzeitig altern, hängt außer von unseren genetischen, individuellen Voraussetzungen
im Wesentlichen davon ab, was wir unserer Haut zumuten. Heute gehen Wissenschaftler davon aus, dass wir bis zu 80 Prozent des frühzeitigen Alterungsprozesses selbst beeinflussen können! Wunderbare Aussichten!

TROCKENHEITSFÄLTCHEN

Unter der Einwirkung von Sonnenlicht, Zigarettenrauch und anderen Umweltgiften entstehen in der Haut sogenannte freie Radikale. Mit ihrer Freisetzung schädigen sie für die Funktion
der Zelle wichtige Moleküle wie die DNA und eine Vielzahl
von Proteinen und Lipiden. Die Zellen selbst sind in der Lage, Substanzen zu produzieren, die freie Radikale unschädlich machen können, indem sie mit ihnen reagieren oder sie katalytisch zerlegen. Dazu zählen beispielsweise die Urate oder das Enzym Katalase. Auch über die Nahrung können Antioxidantien wie Ascorbinsäure,
β-Carotin, Polyphenole oder Flavonoide, wie beispielsweise Genistein, aufgenommen werden, die in den Zellen mit den freien Radikalen reagieren können. Normalerweise verfügt die Haut über verschiedene Enzyme und Vitamine, die freie Radikale neutralisieren können. Doch ständige Überlastung kann dazu führen, dass dieses Schutzsystem versagt.

Spürbar durch trockene, gereizte, manchmal empfindliche Haut. Erste Spuren der daraus resultierenden Fältchen sind zwar noch nicht deutlich mit dem bloßen Auge sichtbar, aber an den besonders empfindlichen Stellen (unterhalb der Augen, an den Schläfen) sind Trockenheits- oder schon ganz leichte Knitterfältchen bereits mit Mitte 20 zu entdecken. Durch die gestörte Barriere der Hornschicht kann Feuchtigkeit nicht ausreichend in der Haut gespeichert werden. Hinzu kommt: Freie Radikale aktivieren Enzyme, die auf den Abbau von Kollagen spezialisiert sind und so das Bindegewebe schwächen. Die Haut versucht anschließend, den Verlust durch erhöhte Neubildung von Kollagen zu ersetzen. Aber die Fasern,

die dabei entstehen, setzen sich aus anderen Kollagenformen zusammen. Und die sind – im Unterschied zu den typischen Schichten in gesundem Gewebe – kreuz und quer angeordnet. Zudem verliert ein Großteil der Elastinfasern seine ursprüngliche Struktur. Noch ist das äußerlich nicht erkennbar. Doch die Spannkraft der Haut lässt immer weiter nach.

Schon junge Frauen bilden heute extreme „Zornesfalten“ aus, stellen Dermatologen fest. Und ihre Zahl nimmt ebenfalls dramatisch zu, so die Experten weiter. Das liegt nicht etwa am Wutpotential der Jugend, sondern an Smartphones und Tablets. Wer häufiger mal, statt des permanenten Minitextlesens, ein Buch zur Hand nimmt, vermeidet tiefe Mimikfalten. Weil er weniger die Augen zusammenkneift. Weiterer Benefit: auch die begleitenden Nackenschmerzen verschwinden!

Wussten Sie, dass 20 Prozent der Frauen und 25 Prozent der Männer den WHO-Empfehlungen folgen? Die besagen, dass 150 Minuten körperliche Ausdaueraktivität und zweimal Muskelaktivität pro Woche das Altern verlangsamen. Dazu nehmen 60-Jährige häufiger die Treppe als 18- bis 39-Jährige; die lassen sich lieber mit dem Fahrstuhl „liften“.

EXTRA-TIPP

Unsere Haut ist täglich vielen schädlichen Stoffen ausgesetzt. Minimieren Sie sie so gut und viel es geht. Dazu beitragen kann die globale Klimainitiative „BreatheLife“. Die hat sich zum Ziel gemacht, Städte und ihre Bewohner zu mobilisieren, um unsere Gesundheit und unseren Planeten vor der Luftverschmutzung zu schützen. Auf der Web-Seite (breathelife2030.org) können Sie auch testen, wie hoch die Pollution in Ihrer Stadt gerade ist!

MIMIKFALTEN

Mimisch bedingte Falten entstehen zunächst ganz natürlicherweise
bei Anspannung bestimmter Gesichtsmuskeln (Lachfältchen in den Augenwinkeln). Werden sie (meist unbewusst) wiederholt und intensiv benutzt, legt sich die Haut darüber in Falten. Ganz grob vergleichbar mit einer Wunde, die nie heilen kann, weil sie immer wieder gereizt, geöffnet, gequetscht wird. Mimische Stirn-, Zornes- oder Lachfalten sind zunächst nur bei Bewegung sichtbar, doch schon ab dem 25. Lebensjahr können sich diese Falten so eingraben, dass sie auch in Entspannung nicht mehr verschwinden.

DEUTLICHE LINIEN

Durch den nun auch langsam äußerlich erkennbaren beginnenden Volumen- und Elastizitätsverlust der Haut (ab etwa 40) sind auch mimische Falten jetzt bereits in entspanntem Zustand sichtbar. Insgesamt sinkt die Haut ab, vor allem an Oberlidern und im unteren Wangenbereich bzw. der Kinnlinie. Es kommt zu einer verstärkten Ausprägung der Nasolabialfalten. Erste Lippenfältchen sind erkennbar. Sogenannte „Marionetten-Falten“, welche das Gesicht wie bei einer Marionette im unteren Gesichtsbereich einschneiden, entstehen durch wiederholtes Herabziehen der Mundwinkel plus Elastizitätsverlust.

TIEFERE FALTEN

Nach der Menopause lässt die Kollagenbildung der Fibroblasten in der Lederhaut noch einmal merklich nach. Die Haut wird wesentlich dünner und trockener. Auch bedingt durch die fehlenden weiblichen Hormone, die für u.a. die Speicherung der Feuchtigkeit zuständig waren. Darüber hinaus vermindert sich die Elastizität der Haut nun ebenfalls weiterhin; in Folge sackt die Haut
im Wangenbereich sichtbar ab. Die Nasolabialfalten vertiefen sich.
Unter den Augen können deutliche Augenringe und Tränensäcke entstehen. Eine tiefe Querfalte über dem Kinn zeugt von Überaktivität
des Kinnmuskels. Nach und nach schwinden immer mehr Fettdepots, das Volumen an Wangen und Lippen reduziert sich deutlich – auch der Hals ist jetzt betroffen. Die erschlaffte Haut beginnt entweder tiefe Furchen oder extreme Knitterpartien auszubilden.

Stirnfalten und dünne, knittrige Haut können nach neuesten Erkenntnissen auch eine Reaktion des Körpers auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder ein Zuviel an Zucker bedeuten – „Sugar Face“ genannt!